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Bioethanol weiterhin aus Holzabfällen



Drei Monate nach Schliessung des einzigen Bioethanolherstellers in der Schweiz, der Borregaard Schweiz AG in Riedholz, hat die Alcosuisse in Schweden einen ersten Ersatzlieferanten für Bioethanol gefunden. Die Alcosuisse konnte mit der SEKAB einen Liefervertrag für 500'000 Liter schwedisches Bioethanol aus Holzabfällen abschliessen. Der erste Import wird Anfang März erfolgen.

Mit dem Inkrafttreten des revidierten Mineralölsteuergesetzes auf den 1. Juli 2008, das die Reduktion des CO2-Ausstosses und der Luftschadstoffemissionen im Strassenverkehr bezweckt, führte die Schweiz als erstes Land weltweit verbindliche ökologische und soziale Kriterien für den Einsatz von Treibstoffen aus erneuerbaren Rohstoffen ein. Das schwedische Bioethanol entspricht diesen Mindestanforderungen. Es wird nach einem quasiidentischen Prozess wie das Bioethanol der ehemaligen Borregaard Schweiz AG produziert. Die Produktion aus Holzabfällen garantiert, dass die Bioethanolproduktion weder die Nahrungs- noch die Futtermittelkette konkurrenziert. Die zuständigen Bundesbehörden haben dies Anfang Woche schriftlich bestätigt, indem sie dem Importeur, Alcosuisse, für das Bioethanol aus dieser Anlage eine Befreiung von der Mineralölsteuer bis ins Jahr 2013 zugesichert haben.

Mit der Bioethanollieferung aus Schweden kann sichergestellt werden, dass die rund 180 Tankstellen, welche heute in der Schweiz Gemische aus Benzin und Bioethanol anbieten, weiter mit qualitativ einwandfreiem Bioethanol versorgt werden können. Die lückenlose Weiterbelieferung ist damit bis im Herbst 2009 sichergestellt. Ob mit SEKAB eine längerfristige Zusammenarbeit entsteht, ist offen.

Die Alcosuisse teilt weiter mit, dass derzeit unter ihrer Mitarbeit eine Machbarkeitsstudie realisiert wird, welche die Realisierungschancen für ein Label für nachhaltige Biotreibstoffe aufzeigen soll.











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